Die Prozessarbeit liegt dem phänomenologischen Ansatz zugrunde, wird der Ursprung der persönlichen Erkenntnisgewinnung sowie das Bewusstwerden neuer Impulse in den unmittelbar gegebenen Erscheinungen, Wahrnehmungen und Signalen des Menschen gesehen. Sie geht von der Erkenntnis aus, dass der Schlüssel zu weiterführenden Lösungen in den Störungen in uns selbst enthalten ist. Der theoretische Hintergrund baut auf der Psychologie von C.G. Jung und der Humanistischen Psychologie auf, unter Einbezug von Systemtheorie und spiritueller Disziplinen.
Bei der Prozessarbeit wird zentral dort angesetzt, wo wir Menschen unsere Probleme subjektiv erfahren. Wenn wir diese über verschiedene Wahrnehmungskanäle beschreiben, erforschen und bearbeiten, dann werden bewusste und hilfreiche unbewusste Signale und Aspekte sichtbar. Transformations- oder allenfalls Heilungsmöglichkeiten werden möglich, wenn durch prozessorientiertes Erforschen und Wahrnehmen, diese bewussten und unbewussten Hinweise aufgenommen und bearbeitet werden können.
In der Praxis wird die Prozessarbeit oft mit anderen Therapie- und Begleitformen angewendet.